Luxemburg
„Wie lange ist das noch tragbar?“ – Die Handwerkskammer schlägt Alarm
Die Lage im Luxemburger Handwerk ist angespannt. Die Produktivität ist eingebrochen - und mit ihr die Investitionen. Die Zahl der Angestellten liegt unter der von vor zwei Jahren. Die „Chambre des métiers“ will arbeiten und fordert die Politik zum Handeln auf.
Wirtschaftsminister Lex Delles mit Tom Wirion, Direktor der Handwerkskammer Foto: Editpress/Julien Garroy
„Noch ist die Lage beim Handwerk stabil“, so Tom Wirion, Direktor der „Chambre des métiers“ am Dienstag vor Journalisten. „Aber der Druck steigt. Die Rentabilität geht zurück. Es wird weniger investiert. Vor allem der Bausektor bremst wieder stark. Wir fragen uns, wie lange ist das noch tragbar?“
Die Zahlen, die Max Urbany, Chefvolkswirt der Kammer, dann vorstellt, geben zu bedenken: 35 Prozent der Luxemburger Handwerksunternehmen haben im Jahr 2024 (das letzte, für das es diese Zahlen gibt) nicht mit einem positiven Resultat abschließen können. 2025 hat sich dann, laut einer Schätzung der Kammer, die Rentabilität bei 39 Prozent der Betriebe weiter verschlechtert, während nur 12 Prozent eine Verbesserung verbuchten.