Minneapolis

Zwei Beamte nach Schüssen auf US-Bürger suspendiert

Alex Pretti wurde bei einem Einsatz von Bundesbeamten getötet. Zwei Personen feuerten laut einem ersten offiziellen Bericht Schüsse auf ihn ab. Das hat Folgen.

Bundesbeamte der US-Einwanderungsbehörde ICE und Grenzpolizei sitzen während Einsatz in St. Paul, Minnesota, Januar 2026 im Auto

Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde sitzen während einer Operation der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) und der Grenzpolizei in St. Paul, Minnesota, am 27. Januar 2026 in ihrem Auto Foto: AFP/Octavio Jones

Zwei Bundesbeamte, die in die tödlichen Schüsse auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis involviert waren, sind von ihrem Dienst suspendiert worden. Das bestätigte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dabei handelt es sich demnach um ein Standardverfahren in solchen Fällen.

US-Medien berichteten jüngst über einen ersten umfassenden offiziellen Bericht der Sicherheitsbehörden zu den tödlichen Schüssen auf Pretti – demnach feuerten zwei Bundesbeamte am Wochenende Schüsse auf den 37-Jährigen ab. Die „New York Times“ und der Sender CBS etwa berichteten unter Berufung auf eine E-Mail mit dem vorläufigen Untersuchungsbericht, den die Grenzschutzbehörde CBP an Mitglieder des US-Parlaments gesendet habe, dass zunächst ein Grenzschutzbeamter (Border Patrol) und dann ein Beamter der Grenzschutzbehörde CBP auf den Krankenpfleger geschossen hätten.

Der auf Videos festgehaltene tödliche Vorfall löste in der Stadt im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota und im ganzen Land Empörung und Protest aus. In dem Bericht ist laut den daraus zitierenden Medien keine Rede davon, dass Pretti nach seiner Waffe gegriffen habe – obwohl die US-Regierung anfangs genau diesen Eindruck erweckt hatte.

2 Kommentare
Fraulein Smilla 29.01.202616:54 Uhr

Ausgerechnet Diejenigen fuer die das Tragen von Waffen ein goettliches Recht ist , werfen Pretti jetzt vor dass er bewaffnet war . Inzwischen gab es von einem ihrer wichtigsten Sponsoren , der National Rifle Association dafuer einen Rueffel , worauf viele Republikaner so auch Trump zurueckruderten .

Phil 29.01.202600:00 Uhr

Laut 2nd Amendement ist es US-Bürgern erlaubt eine Waffe offen, also sichtbar zu tragen. Tut man das nicht, also z.B. in der Handtasche oder im Jacket braucht man ein "Concealed Weapon carry Permit" (CCW). Das Ausstellen ist an einen "Backgroundcheck" - also an eine behördliche Überprüfung der juristischen Hintergründe des Erwerbers gebunden. Ehemalige Straftäter, illegale Immigranten, Drogenkonsumenten oder Justizauffällige Personen kommen nicht in den Besitz eines CCW, sprich sind von der Behörde von vorn herein ausgeschlossen.

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