Storm Chasing

Tornadojagd mit Philippe Ernzer: Tageblatt-Journalist David Rock reist in die USA

Wetterexperte Philippe Ernzer von Météo Boulaide erfüllt sich einen Kindheitstraum: Er will Tornados in den USA beobachten, verfolgen und filmen. Mit dabei: Tageblatt-Redakteur David Rock.

Nach seiner Ankunft in Dallas zückt Tageblatt-Journalist David Rock gleich die Kamera

Nach seiner Ankunft in Dallas zückt Tageblatt-Journalist David Rock gleich die Kamera Editpress/David Rock/Canva

„Jungs, jetzt werde ich aber echt nervös.“ Bereits drei Tage vor der Reise schreibt Wetterexperte Philippe Ernzer diesen Satz in unsere Whatsapp-Gruppe. Sein Météo-Boulaide-Partner Criss Steichen und ihr Versicherungsagent Germain Delagardelle wirken hingegen etwas entspannter. Doch vor allem auf Philippe und seine Expertise kommt es auf unserem elftägigen Trip an. Wir gehen nämlich in den USA auf Tornadojagd.

Das Taxi steht am Donnerstag um vier Uhr morgens vor der Tür. Es ist noch stockfinster. Geschlafen habe ich nicht viel. Die Aufregung von Philippe hat mich dann doch angesteckt. Ich kann nur hoffen, dass er seine Nerven behält, wenn es ernst wird. Als Vorbereitung auf den Trip in die berühmte Tornado Alley habe ich mir zahlreiche Youtube-Videos von amerikanischen Sturmjägern angeschaut. Darauf zu sehen: zerstörerische Tornados, heftige Sturmböen mit Starkregen, faustdicke Hagelkörner, kaputte Häuser. Das war wahrscheinlich nicht die beste Idee. „Pass gut auf dich auf“, sagt meine Freundin bei unserer Verabschiedung.

Bereits beim Kofferpacken war ich etwas überfordert – und auch hier ist Philippe keine große Hilfe: „Pack kurze Hosen ein, es wird warm“, rät er mir. Andere Sachen sind aber ohnehin wichtiger: die Technik. Davon haben Philippe und Criss für ihre Live-Streams für Météo Boulaide eine Menge dabei: Kameras, Drohnen, Mikrofone, Stative, SD-Karten und einen ganzen Haufen Akkus. Auch ich packe mein Handy, ein paar Stative und eine Powerbank für meine Berichterstattung ein.

Germain, Criss, Philippe und David am Frankfurter Flughafen beim Reisen und Gruppenfoto

Germain, Criss, Philippe und David am Frankfurter Flughafen Foto: Editpress

Philippes Nervosität hat sich am Donnerstagmorgen am Flughafen Findel nicht gelegt – eher im Gegenteil. „Ich bin eigentlich noch nervöser als die letzten Tage“, sagt er. Geschlafen hat er auch nicht. Auf dem Flug von Frankfurt nach Dallas bleiben ihm immerhin elf Stunden, um das etwas nachzuholen.

In den USA geht es nämlich sofort los. Wo genau es nach unserer Landung in Dallas hingeht, wissen wir noch nicht. Aber die Richtung steht schon fest. Der Wetterbericht zeigt, dass es irgendwo im Nordosten von Oklahoma stürmen könnte. „Dort gibt es eine dezente Wahrscheinlichkeit von schweren Gewittern und großen Hagelkörnern“, sagt Philippe. Ein Tornadorisiko besteht noch nicht. Aber das kann noch kommen. „Ein bis zwei Tornados könnten da schon entstehen“, meint er. Eins ist klar: Wir müssen erst mal ein paar Meilen hinter uns bringen.

Das Tageblatt auf Tornadojagd

Wetterexperte Philippe Ernzer von Météo Boulaide erfüllt sich einen Kindheitstraum: Er will Tornados in den USA beobachten, verfolgen und filmen. Gemeinsam mit Geschäftspartner Criss Steichen und Versicherungsagent Germain Delagardelle reist er vom 7. bis 18. Mai in die berühmte Tornado Alley – einen Bereich im Mittleren Westen der USA, in dem eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit für Wirbelstürme besteht.

Mit dabei: Tageblatt-Redakteur David Rock. Er begleitet das „Tornado-Trio“ auf seinem Trip. Einen genauen Plan gibt es nicht. Fest steht nur der Startpunkt: Der Flughafen in Dallas, Texas. Dann geht es ab ins Auto. Immer dorthin, wo es gerade stürmt – und wo vielleicht der nächste Tornado wartet.

Auf tageblatt.lu wird David seine Reise regelmäßig dokumentieren – mit Blogeinträgen, Fotos und Videos. Wer in den Livestream von Philippe Ernzer reinschauen will, kann das auf der Seite von Météo Boulaide tun.

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