Raum für Geschichte
Wie ein Verein die Escher Vergangenheit rettet
Die „Escher Geschichtsfrënn“ trafen sich am Freitagabend unter anderem, um über ihre Projekte zu berichten. Zudem forderten sie erneut ein lokales Geschichtsmuseum. Im Anschluss hielt der Autor Claude Frentz einen Vortrag über die republikanischen Bewegungen bis 1919.
Am Freitagabend verwandelte sich der Escher Gemeinderatssaal in eine Geschichtsstunde Foto: Editpress/Georges Sold
Die „Escher Geschichtsfrënn“ trafen sich am vergangenen Freitagabend zu ihrer Generalversammlung im Rathaus. Der Verein „Amis de l’histoire de la ville d’Esch-sur-Alzette“ (AHME) wurde 1963 gegründet und zählt eigenen Aussagen zufolge heute über 100 Mitglieder. Diese organisieren regelmäßig geführte historische Touren durch Esch, z.B. entlang der Spuren der Festungsmauer. Derzeit arbeitet der Verein u.a. an einem Escher Geschichtsbuch für Kinder sowie am „Escher Geschichtswee“.
Es handelt sich dabei um einen zehn Kilometer langen Wanderweg entlang des bestehenden „Sentier Norbert Theis“, auf dem besondere historische Orte besichtigt werden können. Dazu zählen beispielsweise Ausgrabungen und Entdeckungen von der Steinzeit bis zu den Merowingern, aber auch Überbleibsel aus dem 20. Jahrhundert – darunter eine FLAK-Stellung und ein Scheinhütte aus dem Ersten Weltkrieg, die „Minettstram“ sowie eine Seilbahn.