Mehr Geld, weniger Zinsen
ACEL begrüßt Studienbeihilfen-Reform
Die Regierung hat das Gesetz über die staatlichen Studienbeihilfen überarbeitet. Die ACEL zeigt sich mit der Reform zufrieden.
ACEL-Präsident Mattis Noel Foto: Editpress/Julien Garroy
Hochschulministerin Stéphanie Obertin (DP) will die Studienbeihilfen in Luxemburg reformieren. Anstatt den alten Text von 2014 zu überarbeiten, soll ein neues Gesetz Klarheit schaffen. Kommende Woche wird in der zuständigen Chamberkommission über die Gutachten von Staatsrat, Handelskammer und Arbeitnehmerkammer diskutiert. Der Dachverband der Luxemburger Studentenvereinigungen ACEL begrüßt im Vorfeld die geplante Reform, wie sie in einer Pressemitteilung am Mittwoch schreibt.
„Besonders positiv ist, dass die Zinsobergrenze für das Studiendarlehen von 2,0 Prozent auf 1,8 Prozent gesenkt wird“, schreibt die ACEL. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten sei dies ein wichtiger Schritt, um größere Schulden bei Studenten zu verhindern.
Auch die Erhöhung des Mobilitätsstipendiums um fünf Prozent sende ein wichtiges Signal, findet die ACEL. „Die Freiheit, zwischen einem Studium in Luxemburg oder im Ausland zu wählen, darf keine Frage des Budgets sein“, steht in der Mitteilung. Darüber hinaus werde durch die Übernahme von Gebühren im Rahmen des Bewerbungsprozesses eine Hürde für viele Studenten beseitigt. Darunter fallen etwa Kosten für Sprachtests oder Bewerbungsplattformen.
Studieren in Teilzeit
Teilzeitstudierende können in Zukunft verschiedene Beihilfen in Höhe von 50 Prozent erhalten. Im Gegenzug wird die maximale Bezugsdauer verdoppelt. „Auch Menschen, für die ein Vollzeitstudium nicht möglich ist, sollten die Chance erhalten, ein Studium aufzunehmen“, schreibt die ACEL.
Für Studierende, die sich in einer „schwierigen und außergewöhnlichen Lage“ befinden, gibt es weiterhin die Möglichkeit, eine Erhöhung der Finanzhilfen um 2.000 Euro zu beantragen. Künftig soll zudem ein Psychiater in die zuständige Kommission eingebunden werden. Es sei wichtig, dass psychische Gesundheit „als triftiger Grund für ein langsameres Studientempo anerkannt wird“, steht in der Mitteilung.
Die ACEL zeigt sich rundum zufrieden mit der Reform: Sie verbessere konkret die Situation vieler Studenten und stärke den Zugang zur Hochschulbildung. (dr)