„Registre national des logements abordables“

Anträge für Sozialwohnungen: Registrierungen sind jetzt online über MyGuichet möglich

Eine Neuerung beim zentralen Mietwohnungsregister RENLA soll den Zugang zu erschwinglichem Wohnraum in Luxemburg erleichtern und den Behörden eine bessere Übersicht ermöglichen: Registrierungen sind ab sofort über MyGuichet möglich.

SNHBM Sozialwohnungen in Luxemburg, öffentliche Bauträger für bezahlbaren Wohnraum, modernes Wohngebäude in Stadtansicht

Die hier abgebildete SNHBM ist einer von mehreren öffentlichen Bauträgern, die Sozialwohnungen in Luxemburg errichten Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Der Zugang zu erschwinglichem Mietwohnraum soll durch Onlineregistrierungen für das „registre national des logements abordables“ (RENLA) vereinfacht werden. Dieses zentrale Verzeichnis erfasst alle Luxemburger, die nach einer erschwinglichen Mietwohnung suchen. Sozialwohnungsanbieter können auf Bewerbungen zugreifen, die für freie Wohnungen infrage kommen, teilt das Wohnungsbauministerium in einem Presseschreiben am Mittwoch mit.

Ab sofort können sich Interessierte auch über das Portal MyGuichet für die Warteliste eintragen. Das neue Registrierungsverfahren soll Prozeduren vereinfachen sowie Dienste zentralisieren und jederzeit zugänglich machen. Zukünftig reiche eine einzige Anmeldung im RENLA aus, um sich für eine erschwingliche Mietwohnung zu bewerben. Anders als zuvor müssten Antragsteller sich demnach nicht mehr bei verschiedenen Vermietern registrieren.

Bereits eingeschriebene Interessenten müssen nichts unternehmen, da ihre bestehenden Dossiers im RENLA berücksichtigt werden. Neuanmeldungen erfolgen ebenfalls über MyGuichet: Mietinteressenten reichen ihren Antrag ein und wählen den sozialen Vermieter aus, der für die Bearbeitung zuständig ist.

Die Regierung sieht in dem RENLA auch ein Instrument, das ihr dabei hilft, „den Wohnraumbedarf in Luxemburg besser zu verstehen“ und eine bessere Gesamtübersicht zu schaffen.

Bis zum 15. April waren rund 8.900 Mietinteressenten registriert. Der Wohnungsbestand werde sich nach Abschluss der Registrierung auf etwa 4.300 Einheiten belaufen. (WiR)

1 Kommentare
Yves ALTWIES 15.04.202614:23 Uhr

Eine Zentralisierung der Antraege scheint ja irgendwie schon Sinn zu machen. Andererseits besteht eventuell das Risiko dass Betroffene im Zuge der "Wohnungszuteilung", bzw, diesbezueglichen Entscheidungen, ausgeschlossen werden ? Leidet hier nicht die Transparenz ?
Last but not least, die Bling Bling Aktion der Regierung hat wieder einmal keinen direkten, zeitnahen Einfluss auf die augenblickliche Wohnungsmisere. So wird man in Wahlkampfzeiten auf solche "Pflaesterchen " (keine Heilung !) als faule Ausrede, zuruckgreifen koennen.

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