Die Ekabe trennt sich von 68 Luxemburger Milchlieferanten. Für den „Fräie Lëtzebuerger Bauereverband“ offenbart die Entscheidung nicht nur die schwierige Lage vieler Betriebe, sondern auch grundlegende Probleme der Agrarpolitik und der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors.
Lactalis will ab April 2027 keine Luxemburger Milch mehr abnehmen. Was das für die 68 Milchbetriebe der Kooperative Prolek bedeutet, weiß nach dem Krisengespräch mit der Ministerin noch niemand genau. Aber die Zeit drängt.
Ekabe bleibt. Die Luxemburger Milch, auf der die Marke aufgebaut wurde, nicht. Was Lactalis gerade mit 70 Milchbauern macht, ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn regionale Ernährungsstrukturen in Konzernhände geraten.
Ekabe will die Verträge mit rund 70 Luxemburger Milchbauern nicht verlängern. Für 56 Millionen Liter Milch suchen Politik und Branche nun Abnehmer – unter wachsendem Zeitdruck.