Justizministerin wird Mutter

Elisabeth Margue bringt Sohn zur Welt – Wilmes und Gloden erhalten Zeichnungsvollmacht

Justizministerin Elisabeth Margue wird während ihres Mandats Mutter – ein Präzedenzfall in Luxemburg. Mutter und Kind sind wohlauf.

Elisabeth Margue wird zum zweiten Mal Mutter

Elisabeth Margue wird zum zweiten Mal Mutter Foto: Editpress/Julien Garroy

Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) hat einen Sohn zur Welt gebracht und ist somit zweifache Mutter geworden. Wie das Justizministerium am Donnerstag mitteilt, sind Mutter und Kind wohlauf.

Ministeramt ohne Mutterschutz

Damit ist erstmals in der Geschichte Luxemburgs eine Ministerin während ihres Mandats Mutter geworden. Um Verzögerungen zu verhindern und den Betrieb des Ministeriums zu gewährleisten, wurde Umweltminister Serge Wilmes (CSV) sowie Innenminister Léon Gloden (CSV) eine Zeichnungsvollmacht erteilt.

Diese Nachricht wirft für die 36-Jährige jedoch eine arbeitsrechtliche Frage auf: Was steht einer Ministerin eigentlich an Mutterschutz zu?

Die Antwort ist: eigentlich gar keiner. Das Ministeramt ist ein Mandat und kein Arbeitsverhältnis. Weder im Ministerstatut noch in der Chamber-Ordnung existiert ein geregelter Mutterschutz.

2 Kommentare
Fraulein Smilla 14.08.202618:30 Uhr

Johny Lahure sagte mir mal , dass Minister keinen Kollektivvertrag haben und auch keine Gewerkschaft fuer sie zustaendig sei .

Robert Hottua 14.08.202605:12 Uhr

Frau MARGUE stammt, wie ich, aus einer wokenessskeptischen Familie. Ich erlaube mir diese Aussage, weil Ihr, wohl Großvater, Minister für Schule & Erziehung in der Zeit war, in der der royale Rechtsstaat Luxemburg politisch fremdging. Herr MARGUE war, soweit ich mich erinnere, der einzige Minister, dem 1940 die Flucht nach Frankreich nicht gelang. Dementsprechend müssen ihm wohl besondere Verdienste um die luxemburgische Rechtsstaatlichkeit in Zeiten der antihippokratischen, rassenhygienischen Barbarei aus dem Osten zugerechnet werden. MfG, Robert Hottua

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