Luxemburg

Georges Kohn tritt als Mitglied des Staatsrats zurück

Wie der Präsident des Staatsrats am Montag bestätigt, tritt Georges Kohn aus persönlichen Gründen aus dem Staatsrat zurück.

Porträt von Goerges Kohn, der sich als Mitglied aus dem Staatsrat zurückzieht, politische Führung und Amtsverzicht 2024

Mit Goerges Kohn zieht sich in diesem Jahr bereits das zweite Mitglied aus dem Staatsrat zurück Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Georges Kohn zieht sich aus persönlichen Gründen aus dem Staatsrat zurück. Das hat der Staatsratspräsident Marc Thewes am Montag gegenüber dem Tageblatt bestätigt. Kohns Rücktritt wurde bereits im März vom Großherzog gegengezeichnet und im Memorial veröffentlicht. Der Rechtswissenschaftler war am 2. Dezember 2024 vereidigt worden.

Erst im Februar hatte der Grünen-Politiker Yves Wagener seinen Platz im Staatsrat nach sechs Jahren aufgegeben. Er wolle sich auf seine anderen beruflichen Aktivitäten konzentrieren, hieß es in einer Pressemitteilung. Wagener ist auch Präsident des Verwaltungsrats der Escher Kulturfabrik. Die LSAP-Spitzenkandidatin Paulette Lenert bekundete Ende März Interesse daran, Wagener zu ersetzen.

„Dadurch, dass der Platz von Yves Wagener noch nicht wieder besetzt sei, ist es schwierig, ein Anforderungsprofil für die Nachfolge von Kohn zu nennen“, erklärt Thewes gegenüber dem Tageblatt. „Kohn wurde als Sozialversicherungsspezialist eingestellt. In dem Bereich ist es schwierig, die richtigen Leute zu finden, die nicht bereits in einem Ministerium arbeiten.“ Dementsprechend könne auch ein gänzlich anderes Profil infrage kommen, sollten die Parteien keinen passenden Kandidaten für die gesuchten Profile bereitstellen können. Darüber müsse der Staatsrat in der kommenden Zeit erst einmal beraten. Seit 2017 schreibt der Staatsrat zwei Anforderungsprofile aus. (les/siw)

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 20.04.202620:40 Uhr

In seiner aktuellen Form und Rechtsrahmen ist diese Institution eben undemokratisch, weil nicht gewählt und durch politische Kumpanei einfach unglaubhaft, man sollte sich bitte am französischen Modell orientieren....und die Seilschaften Politik beiseitelegen in der Besetzung...keine Ablage für alte Politiker...

Fraulein Smilla antwortete am 21.04.202600:25 Uhr

Undemokratisch hin oder her , dass dieses Organ mit Leuten besetzt ist die nicht auf den naechsten
Wahltermin schielen muessen ist eher positiv zu bewerten . Uebrigens , der franzoesische Senat wird auch nicht direkt gewaehlt .

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