Die europäischen NATO-Länder sehen den Grönland-Streit mit den USA nach dem Beginn der NATO-Arktismission ausgeräumt und wollen nun Europas Rolle im Bündnis stärken.
Der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa, General Alexus G. Grynkewich, lobt in Luxemburg die Verteidigungsbemühungen des Großherzogtums – und spricht von einer neuen Grönland-Mission der NATO.
Die Diskussion um eine Zusammenarbeit zwischen Frankreich und anderen EU-Ländern bei der nuklearen Abschreckung gibt es schon lange. Die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus und sein Gebaren gegenüber den NATO-Partnern nicht nur im Grönlandstreit haben diese Debatte aber neu befeuert.
Ein 75 Jahre alter Vertrag zwischen den USA und Dänemark spielt offenbar eine Schlüsselrolle in der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Grundsatzeinigung mit der Nato über Grönland.
Nach den jüngsten Drohungen des US-Präsidenten mit Strafzöllen scheint in der EU die Zeit der sanften Diplomatie vorbei zu sein. Der Tonfall wird rauer. Auch in Luxemburg?
Der Grönland-Konflikt muss innerhalb der NATO diskutiert und gelöst werden, meint Außenminister Xavier Bettel in einer Stellungnahme gegenüber dem Tageblatt – und fordert NATO-Generalsekretär Rutte auf, Gespräche mit dem US-Präsidenten aufzunehmen.
Die Nachricht klingt spektakulär: Erste NATO-Truppen sind auf Grönland gelandet. Fast scheint es, als habe sich die NATO im Streit mit den USA auf die Seite der Europäer geschlagen – und als könne es jederzeit zum Showdown mit US-Präsident Donald Trump kommen.