Gescheiterte Konventions-Verhandlungen

„Patiente Vertriedung“ warnt vor Ausbluten der Spitäler

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen CNS und AMMD fordert die „Patiente Vertriedung“, Patienten aktiv in die Reform einzubinden. Eine Liberalisierung lehnt sie ab.

Nach langem Hin und Her lehnte die AMMD die neue Konvention mit der CNS ab

Nach langem Hin und Her lehnte die AMMD die neue Konvention mit der CNS ab Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Nach dem Scheitern der Verhandlungen über eine neue Konvention zwischen der Nationalen Gesundheitskasse (CNS) und der Ärztevereinigung AMMD legt eine großherzogliche Verordnung bis auf Weiteres die Regeln fest. Die „Patiente Vertriedung“ (PVL) stellt in einer Mitteilung am Dienstag klar, dass Patienten keinesfalls zu den Leidtragenden des Konflikts werden dürfen.

Die PVL verschließt sich Reformen und dem Ausbau ambulanter Angebote nicht, warnt jedoch vor einer Liberalisierung und einer Schwächung der Kliniken. Wenn lukrative Standardeingriffe in ambulante Strukturen abwandern, verbleiben kostenintensive und komplexe Behandlungen in den Krankenhäusern, warnt die PVL. Das gefährde deren finanzielle Stabilität und könne Auswirkungen auf wichtige Aufgaben wie Notdienste und die Versorgung vulnerabler Gruppen haben.

Für anstehende Verhandlungen pocht die Patientenvertretung auf klare Leitplanken wie eine obligatorische Konventionierung, freie Arztwahl, Qualitätskontrollen sowie Pflichtfortbildungen. Das Schreiben fordert CNS, Regierung, Spitäler und Mediziner auf, den Dialog fortzuführen – und die „Patiente Vertriedung“ bei allen weiteren Reformschritten direkt am Tisch zu beteiligen. (dr)

3 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 27.08.202617:03 Uhr

Die Frage ist wohl die freie Ausübung der Medizin, und deshalb könnten unsere Äskulap-Jünger gegebenenfalls diese Angelegenheit vom EU-Gerichtshof klären lassen müssen....

Grober J-P. 27.08.202610:18 Uhr

"Wenn lukrative Standardeingriffe in ambulante Strukturen abwandern." Wie sagte einst mein Lieblingsknochenmann, mache in Zukunft nur noch Füße, als er mir den Nagel am dicken Zeh wegoperierte, hatte nicht mal 15 Minuten gedauert. Mein neues Knie aber schon, nein Danke, meinte er.

Millie 25.08.202619:57 Uhr

All Spidol soll et esou maache wéi de Centre Hospitalier, d'Doktere kréien eng PAI a fäerdeg.

Am beschten och fir all Maison Médicale an all Gemeng eng Gemeinschaftpraxis, da kënnen di aner Botox sprëtze fir iwwert d'Ronnen ze kommen.

Genuch ass genuch.

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