Klimaschutz

Weniger Steuern auf „Plug-in“-Dienstwagen: „Mouvement écologique“ übt Kritik

Nach Kritik an der Besteuerung von Plug-in-Hybrid-Autos, die als Firmenwagen benutzt werden, plant die Regierung ab 2027 eine Steuervergünstigung. Laut „Mouvement écologique“ sei dies jedoch ein Fehler.

Die Begünstigung würde den steuerlichen Vorteil zwischen Plug-in-Hybriden und E-Fahrzeugen reduzieren

Die Begünstigung würde den steuerlichen Vorteil zwischen Plug-in-Hybriden und E-Fahrzeugen reduzieren Symbolfoto: picture alliance/dpa/Sebastian Kahnert

Nur ein kleiner Teil der verkauften Hybrid-Autos sind „Plug-in“-Hybride, also Autos, deren Batterie sich extern aufladen lässt. Deshalb forderte die „Fédération des distributeurs automobiles et de la mobilité“ (Fedamo) bereits im Januar bei einer Pressekonferenz ein Überdenken der Steuerpolitik für Firmenautos. Die Regierung hat reagiert: Ab 2027 sollen Plug-in-Hybride von einem Steuersatz von 1 Prozent profitieren. Zuvor war von einem Steuersatz von 2 Prozent die Rede. Mit diesem Plan sind jedoch nicht alle zufrieden.

„Rückschritt im Klimaschutzbereich“

Das „Mouvement écologique“ äußert sich am Freitag in einer Pressemitteilung dazu und bezeichnet das Vorhaben als „problematischen Rückschritt im Klimaschutzbereich“. In einer rezenten Studie von „Transport & Environment“ wurden die CO₂-Emissionen von Plug-in-Hybriden gemessen. Laut „Mouvement écologique“ war der gemessene CO₂-Ausstoß fast fünfmal höher als in den Herstellerangaben angegeben.

Demzufolge fordert die Vereinigung die Regierung dazu auf, die geplante Steuervergünstigung zu verwerfen. Ansonsten verliere die Regierung „jedwede Glaubwürdigkeit in Sachen Klimaschutz“. Stattdessen sei ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung notwendig gewesen. Die ASBL fordert, dass Plug-in-Hybride als Dienstwagen nicht mehr steuerlich begünstigt werden.

1 Kommentare
Jemp 01.08.202612:37 Uhr

Der Meco hat recht. Die Plugin-Hybride werden fast nie an der Steckdose aufgeladen, bei Privatleuten genauso wie bei den Firmen, und schon gar nicht, wenn die Firma sowieso den Sprit bezahlt. Im Endeffekt sind sie schädlicher als einfache Benziner, weil sie permanent eine schwere Batterie herumtransportieren und deshalb mehr Sprit verbrauchen als ein reiner Benziner. Eng grouss Arnaque!

DanV antwortete am 03.08.202614:24 Uhr

Der Meco hat nicht recht. Wenn man zuhause eine Garage hat und kurze Wege zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Schule, etc., ist ein Plug-in-Hybrid ideal.

Ich hab das letzte Mal im Juni 2023 den Benzintank voll gemacht. Müsste jetzt mal wieder tanken, hab nur noch Benzin für 200 km. Aber ich schiebs auf, bis zum nächsten grösseren Urlaub in der Region.

Grober J-P. antwortete am 03.08.202609:09 Uhr

"Die Plugin-Hybride werden fast nie an der Steckdose aufgeladen," Leider stimmt das nicht so richtig!
Kenne jetzt direkt 3 PLUGER, von Ende April bis heute, 100% ELEKTRISCH unterwegs, mit Beleg. Man muss nur wollen und auch können. ELEKTRO fahren ohne eigene "Steckdose" ist immer noch teurer als mit "Öl"! Die Betreiber der CHARGYS müssten mal auf die Finger ........... leider hat der CEO und einige Kollegen zu enge Verbindungen, man will es sich ja nicht vergraulen.

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