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Gazprombank-Millionen: Finanzministerium gibt Fall an Staatsanwaltschaft weiter

Haben vier Banker der Luxemburger Gazprombank-Niederlassung EU-Sanktionen umgangen und Insiderhandel betrieben? Das Finanzministerium hat den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergegeben.

Der Sitz des Luxemburger Gazprombank-Ablegers im Bahnhofsviertel

Der Sitz des Luxemburger Gazprombank-Ablegers im Bahnhofsviertel Foto: Editpress-Archiv/Hervé Montaigu

In der Causa Gazprombank Luxemburg hat das Finanzministerium Informationen an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Das berichtet RTL unter Bezug auf Finanzminister Gilles Roth.

Die Financial Times hatte im August berichtet, dass vier Gazprombank-Direktoren Kasse mit Anleihen gemacht haben sollten. Im Zuge dessen sollen sie möglicherweise gegen EU-Sanktionen verstoßen haben. Außerdem warfen die Transaktionen die Frage auf, ob Insiderinformationen genutzt worden seien. „Nach dem Artikel in der Financial Times habe ich meine Services angewiesen, den Artikel und die Presseanfrage an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben“, wird Roth nach einer Sitzung des Finanzausschusses der Chamber zitiert, bei dem der Fall Thema war.

Keine Strafen für die Banker

Die Financial Times hatte in ihrem Artikel zudem berichtet, dass die Luxemburger Finanzaufsicht keine Strafen gegen die Gazprombank-Bänker verhängt hatte. Zwar hatte die CSSF den Fall untersucht und festgestellt, dass „die Bank gegen ihre internen Vorschriften verstoßen hatte, die es Mitarbeitern untersagten, persönliche Konten zu eröffnen“. Es wurde jedoch kein weiteres Fehlverhalten festgestellt und keine Geldbußen verhangen.

CSSF-Direktor Claude Marx hat diese Kritik auf dem Radiosender 100,7 zurückgewiesen. Stattdessen kritisiert er selbst die britische Zeitung. Die Informationen der Financial Times seien „nicht unbedingt richtig“, das Blatt würde seit vielen Jahren ein Bild von Luxemburg zeichnen, das nicht sehr glorreich sei.

Der LSAP-Abgeordnete Franz Fayot berichtet aus dem Ausschuss, dass die vermeintlichen Insiderinformationen offenbar in Internetforen öffentlich zugänglich gewesen seien. „Ich weiß auch, dass die CSSF im Großen und Ganzen eine seriöse Arbeit macht“, wird Fayot auf 100,7 zitiert.

2 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 17.09.202607:20 Uhr

Unsere britischen Freunde spielen wieder das "perfide Albion", dabei sollten sie mal im eigenen Haus ausmisten: Das International Consortium of Investigative Journalists berichtet am 15. September 2026 über die Machenschaften der ICBC, der Staatsbank Chinas in London , die sanktionierte russische und belarussische Kunden bedient sowie der Korruption bekannte Autokraten etc.

Luxmann 16.09.202608:14 Uhr

Dass viele auslaendische medien inklusive FT seit jahren den bankplatz Luxemburg madig machen ist bekannt.
Deshalb sollte man solchen artikeln keine beachtung schenken,wie z.bsp auch die Schweizer es machen.
Les chiens aboient,la caravane passe.

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