Basketball
Bartringen zieht nach Pokalkrimi ins Finale ein
In einem Basketball-Krimi setzte sich die Sparta Bartringen am Sonntagnachmittag im zweiten Halbfinale der Coupe des Dames knapp mit 75:70 gegen den Basket Esch durch und wird am 7. Februar im Endspiel damit den T71 Düdelingen herausfordern.
Nicole Torresani und die Sparta können weiter vom Pokalsieg träumen Foto: Editpress/Gerry Schmit
So eindeutig das erste Halbfinale am Samstag war, so enger ging es am Sonntag im zweiten Duell in der Coque zwischen der Sparta und Esch zu. In einem offensiv starken ersten Viertel hatten beide Mannschaften absolut keine Startschwierigkeiten. Nach zehn Minuten konnte Esch so eine bemerkenswerte Trefferquote von 62, Bartringen eine von 52 Prozent aufweisen. Den ersten größeren Vorteil erspielte sich jedoch das Team aus der Minettemetropole, bei dem der Ball hervorragend drehte. Kurz vor der ersten Viertelpause führte Esch dann auch mit fünf Zählern (24:29). Immer wieder überzeugte das Team von Coach Vincent Gevrey durch präzise Pässe, die das Trio Liktharovich, Jaksic und Nibbelink versenkte.
Bartringen seinerseits hatte während der Winterpause eine Profispielerin getauscht – Quezada für Davenport. Für die Sparta-Damen war es dann auch die erste offizielle Partie, die sie mit ihrem Neuzugang bestritten. Richtig an den Rhythmus ihrer neuen Teamkollegin hatten sich so auch noch nicht alle gewöhnt. Neben King war es jedoch Jenna Wolf, die ein unwiderstehliches Händchen aus der Distanz zeigte und bei der fast jeder Versuch im Korb landete.
Sparta kommt zurück
So blieb die Sparta dran, auch wenn sich Esch im dritten Viertel, nach einem unsportlichen Foul an Katia Jemming, erstmals mit sieben Punkten absetzte (49:56, 24‘). Doch das Duo King und Wolf war jedes Mal zur Stelle, wenn die Partie auf Seiten der Escherinnen zu kippen drohte. Mit ihrem fünften Drei-Punkte-Korb verkürzte Wolf so pünktlich vor der letzten Viertelpause auf zwei Einheiten (58:60). Während sich Esch nun gegen die Zone seines Gegners immer schwerer tat, sich im Angriff unnötige Ballverluste leistete und kaum noch traf, glich Cathrin Wolff aus (60:60) und Quezada brachte ihr Team acht Minuten vor Schluss sogar in Führung (62:60).
Die junge Escher Truppe wurde sichtlich nervöser, was Bartringen durch Wolf und Mersch ausnutzte (66:61, 35‘). Mit einem Dreier ließ Jaksic kurz darauf die Hoffnungen bei ihrer Mannschaft aber weiterleben (66:64). Die Entscheidung sollte dann auch erst in der Schlussphase fallen. Wolff kassierte zwei Minuten vor Schluss ihren fünften Fehler, Jaksic glich daraufhin von der Freiwurflinie aus (68:68) und brachte Esch mit einem Konter in Führung (68:70, noch 1:25‘). King glich ebenfalls aus (70:70), verwandelte ihren Freiwurf aber nicht. Die Escherinnen vermasselten ihren Angriff 42 Sekunden vor dem Ende, während sich Quezada unter den Brettern durchsetzte (72:70). Ein Korb mit Foul, und anderes als King verwandelte der Bartringer Neuzugang den Freiwurf souverän (73:70, noch 21 Sekunden). Esch hatte eine weitere Möglichkeit, doch Torresani holte sich den wichtigen defensiven Rebound, und der MVP dieser Partie, Jenna Wolf, sicherte der Sparta an der Freiwurflinie den Finaleinzug.
Nach der Finalniederlage im letzten Jahr wird die Sparta am 7. Februar damit eine weitere Chance auf den Pokalsieg haben. Gegner ist der bisher in dieser Saison noch ungeschlagene T71 Düdelingen.