Basketball

Der Spaß ist zurück: Mandy Geniets freut sich auf das Pokalduell gegen ihren Ex-Klub

Pokalspiele in der Coque sind für Mandy Geniets längst nichts Neues mehr, viel hat die 27-Jährige schon bei Partien auf Kirchberg erlebt. Das Halbfinale am Samstag gegen Düdelingen ist für sie aber in zweierlei Hinsicht speziell. Nicht nur, dass Geniets gegen ihren Jugendverein Düdelingen antreten muss, sondern erstmals bei einem großen Spiel auch gegen Freundin Catherine Mreches.

Mandy Geniets in Steinsel Trikot beim Fußballspiel nach Wechsel von Düdelingen vor Saisonstart

Mandy Geniets wechselte vor der letzten Saison von Düdelingen nach Steinsel Foto: Editpress/Gerry Schmit

Favoritenstraucheln 2022 im Finale gegen Walferdingen, die ominösen zwei Punkte 2023 im Halbfinale gegen Hostert und schließlich der langersehnte erste Pokalsieg 2024 gegen den Dauerrivalen aus dem Gréngewald. Müsste Mandy Geniets ein Buch über ihre Pokalerfahrungen in der Coque schreiben, die Seiten würden sich schnell füllen. „Vor allem 2023 war heftig, wenn man denkt, gewonnen zu haben, um es dann wieder weggenommen zu bekommen.“

Ein neues Kapitel wird die 27-Jährige an diesem Wochenende hinzufügen können, dann spielt Geniets mit der Amicale Steinsel erstmals in einer „großen“ Partie gegen ihren Jugendverein Düdelingen, mit dem sie in der Saison 2014/15 ihre ersten Erfahrungen in der höchsten Liga sammelte und viele erfolgreiche und spannende Momente, wie etwa den EuroCup, erleben durfte.

Im Sommer 2024 suchte Geniets jedoch eine neue Herausforderung und wechselte nach Steinsel. Auch wenn Spiele gegen den T71 inzwischen Routine geworden sind, so ist das Halbfinale am Samstag dennoch speziell. „Es ist nicht mehr so wie beim ersten Mal, als ich gegen sie spielen musste, das war wirklich komisch. Wir sind alle Freundinnen, was auf dem Platz passiert, das bleibt da. Doch jetzt, da Catherine zurück ist, ist es aber noch einmal ganz speziell, gegen sie habe ich noch nicht oft gespielt.“

Catherine Mreches hat bekanntlich eine lange Leidenszeit hinter sich, feierte erst im Oktober ihr Comeback, worüber sich auch Mandy Geniets sehr freute. „Wir konnten uns nie vorstellen, dass wir mal gegeneinander spielen würden“, gibt die 27-Jährige zu. Doch das Leben schreibt manchmal andere Geschichten, als man denkt. „Es wird spannend am Samstag. Ich kenne alles, was sie auf dem Spielfeld macht, sie kennt alles, was ich mache. Wir können uns da wirklich nicht mehr viel überraschen.“

Eine neue Herausforderung

Auch Mandy Geniets hat eine schwierigere letzte Saison hinter sich. Nach ihrem Wechsel lief es nicht so, wie es sich die ehemalige Nationalspielerin vorgestellt hatte. „Letztes Jahr hatten wir uns mit dem Kader, den wir hatten, viel mehr erwartet. Es hat jedoch nichts gestimmt, es war keine Chemie da und dann kommt einfach das dabei heraus, was man gesehen hat.“

Ein Jahr später sieht das ganz anders aus. Dass im Amicale-Kader einiges an Potenzial steckt, ist genauso wenig zu übersehen wie die Tatsache, dass Geniets ihre Zeit auf dem Parkett sichtlich genießt. Der Spaß ist zurück, wie sie bestätigt. „Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr wieder eine richtige Rolle im Team habe, auch genau weiß, wie diese aussieht. Zudem habe ich das Gefühl, dass ich dem Team helfen kann und die Stimmung super ist, was es auch direkt einfacher macht, gemeinsam zu spielen.“ So stellte das Team bereits unter Beweis, das es durchaus oben mitmischen kann, auch wenn sich zuletzt US-Spielerin Harrison verletzte und ersetzt werden musste. Dass ihr Team als Underdog ins Halbfinale gehen wird, ist für Geniets klar. Eine Rolle, die sie gerne annimmt, ihre Mannschaft aber auch nicht chancenlos gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen T71 sieht. „Für ein so junges Team ist es eigentlich das Beste, was geschehen kann, weil wir keinen Druck haben. Wir haben nichts zu verlieren, können nur überraschen.“

Eine richtige Rolle

Die Stärken des Gegners kennt sie dabei nur zu gut: „Sie haben die Spielerinnen, auf die man sich immer verlassen kann, die immer ihre Leistung bringen und sich hevorragend kennen. Das Team hält zusammen, hat eine hervorragende Chemie. Mit der Erfahrung, die sie mitbringen, sind sie nur schwer zu schlagen.“ Steinsel kann hingegen mit seinem breiten Kader überzeugen und vielen jungen Spielerinnen, die in dieser Saison ihre Chance nutzen, wie etwa Marie Stoffel, eine der Entdeckungen der laufenden Spielzeit.

Die Vorfreude ist bei Geniets jedenfalls groß: „Ich weiß, wie es sich anfühlt, den Pokal zu gewinnen. Ich habe das Gefühl, dass es etwas ist, das ich mit diesem Team gerne teilen würde, weil die Stimmung einfach gut ist und wir so viel Potenzial haben.“

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