BASKETBALL

Düdelingen souverän ins Finale

Eigentlich hatte man nichts anderes erwartet, als dass Düdelingen seine diesjährige Dominanz auch im Semifinale des Pokals bestätigen würde. Dank seiner gewohnten kollektiven Disziplin verdiente sich der T71 am Samstag als erstes Team das Ticket fürs Endspiel.

Catherine Mreches und der T71 zeigen starke Teamleistung im Basketballspiel, dynamisch und fokussiert auf dem Spielfeld

Catherine Mreches und der T71 spielten ihre gewohnten kollektiven Stärken aus Foto: Editpress/Fernand Konnen

Es gab kaum Mängel im Düdelinger Auftreten, abgesehen vom verpassten Einsatz bei der Teamvorstellung. Hier war der Favorit aus Düdelingen erst beim zweiten Aufruf bereit. Auf dem Parkett verlief es dann fast wie am Schnürchen, obwohl im ersten Viertel die beiden „Großen“, Van Kleunen und Gomes, zwar den Rebound beherrschten, aber den Weg zum Korb einfach nicht finden konnten. Van Kleunen erzielte erst in der Schlussminute des Auftaktviertels ihren ersten Korb aus dem Feld.

Insgesamt drei erzielte Punkte in zehn Minuten für das T71-Duo könnten auf eine schwache Ausbeute der Düdelingerinnen hindeuten. Dem war aber keineswegs so, denn dafür übernahmen andere Verantwortung. Nürenberg und Mreches waren fürs Punktekonto verantwortlich, dies auch mit Treffern aus der Distanz. Dabei war Steinsel, das immerhin das Meisterschaftsspiel recht spannend gestaltet hatte (68:72), mit einer gut aufgestellten Zonenverteidigung Garant für das anfängliche Scheitern von Gomes und Van Kleunen.

Auch in der Offensive war die Amicale mit an Bord. Harvey-Carr und Ramos setzten die nötigen Akzente bis zur letzten Führung (12:11). Düdelingen fand den Dreh dann aber über sein schnelles Konterspiel, sodass die Partie schon früh in Richtung Düdelinger Erfolg lief (12:21). Der Düdelinger Coach Mathieu Fivet wollte nichts von einer Formsache wissen. „Wir sind die Partie sehr gewissenhaft angegangen, wie seit Beginn der Saison. Wir haben einmal mehr eine starke Verteidigungsarbeit gezeigt und Steinsel nur sehr schwierige Würfe zugestanden. Wir wussten, dass sie mit einer Zone aufwarten würden. Wir brauchten, ähnlich einem alten Diesel, etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen und haben zu Beginn nicht so viel getroffen, aber dafür extrem gut verteidigt. Und das zählt mehr als alles andere. Ich bin ganz zufrieden, dass auch die jungen Spielerinnen punkten konnten.“

Einseitige zweite Halbzeit

Ramos und Harvey-Carr erlaubten es Steinsel, noch optimistisch zu bleiben, aber als Letztere nach ihrem dritten Foul (12‘) zurückstecken musste, gelang dem T71 ein weiterer 10:0-Lauf (23:38). Vor der Pause lag der Herausforderer bereits mit mehr als zwanzig Zählern im Hintertreffen (26:48). An ein Steinseler Wunder glaubte bei Halbzeit niemand mehr, dennoch ließ die junge Truppe um Kapitänin Marie Stoffel den Kopf nicht hängen. Geniets und Lepage zeigten sich phasenweise den mittlerweile längst erwachten Van Kleunen und Gomes in etwa ebenbürtig und verhinderten, dass ihr Rückstand zu stark anwuchs.

Die Lage war jedoch so eindeutig, dass die letzten Spielminuten den jüngeren Spielerinnen in beiden Teams gehörten. Der Steinseler Coach Paul Missavage, der seinen jungen Spielerinnen viel Vertrauen schenkte, konnte den Klassenunterschied nicht leugnen. „Wir hatten unsere Probleme gegen ihre Großen. Sie haben uns sehr oft geblockt und zahlreiche Rebounds genommen. Wir hatten zu viele Ballverluste und hatten viele Fehlwürfe. Wir waren zudem nicht von den Schiedsrichtern bevorteilt.“ Trotz der klaren Niederlage legt Missavage bereits den Fokus auf die Meisterschaft. „Am nächsten Samstag treffen wir wieder auf Düdelingen. Wir befinden uns noch auf dem zweiten Tabellenplatz und kämpfen weiter um den Einzug in die Top vier.“ Mit einem weiteren Halbfinale hätte Steinsel sein Saisonziel erreicht.

Statistik

„T“-Bestnote: Lauren Van Kleunen (T71 Düdelingen)
Viertel: 16:23, 17:27, 15:20, 9:14
Steinsel: Harvey-Carr 14, Ramos 13, Geniets 8, Mangen 8, KJ Missavage 6, Stoffel 3, Lepage 3, Gloden 2, Gruskovnjak 0, Wittwer 0, Leveling 0, K. Missavage
Düdelingen: Van Kleunen 20, Winton 14, Nürenberg 13, Gomes 12, Mreches 9, Schroeder 9, Wies 5, Krings 2, Jemming 0, Jander 0, Schalbar 0
Schiedsrichter: Ntasis/Kruckauskas/Öztürk

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